Rasseporträt
Freundlich, lernfreudig und eine echte Wasserratte: Was diese Rasse ausmacht, woher sie kommt – und ob sie zu Ihnen passt.
Wesen
Der Golden Retriever gilt als ausgeglichen, menschenbezogen und ausgesprochen freundlich – gegenüber seiner Familie ebenso wie gegenüber Fremden und anderen Hunden. Als Wachhund taugt er deshalb kaum.
Gezüchtet wurde er, um geschossenes Wild unversehrt zu apportieren. Daher stammen sein "weiches Maul", seine Freude am Tragen und Bringen und der viel zitierte will to please: Er arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen.
Herkunft
Auf seinem Landsitz Guisachan in Schottland verpaart Lord Tweedmouth den gelben Retriever-Rüden "Nous" mit der Tweed-Water-Spaniel-Hündin "Belle". Ihr Wurf gilt als Ursprung der Rasse.
Die gelben Retriever bewähren sich bei der Jagd im Hochland und am Wasser und werden gezielt weitergezüchtet.
Der britische Kennel Club erkennt die Rasse an – zunächst noch als "Retriever (Golden or Yellow)".
Einer der beliebtesten Familienhunde weltweit, dazu geschätzt als Assistenz-, Therapie- und Rettungshund.
Steckbrief
Alltag
Tägliche Spaziergänge genügen ihm nicht ganz: Er will auch den Kopf anstrengen. Suchspiele, Apportieren oder Dummytraining entsprechen seiner ursprünglichen Aufgabe und machen ihn zufrieden.
Regelmässiges Bürsten hält das Fell schön und reduziert die Haare in der Wohnung – zweimal im Jahr, beim Fellwechsel, besonders gründlich.
Seriöse Züchterinnen und Züchter lassen Hüfte und Ellbogen röntgen (HD/ED), die Augen untersuchen und genetische Tests machen. Fragen Sie beim Welpenkauf danach.
Passt er zu mir?
Er gilt als vergleichsweise unkompliziert und verzeiht Fehler eher als andere Rassen. Eine gute Hundeschule lohnt sich trotzdem – gerade in der Junghundezeit.
Ein paar Stunden lernt er, wenn man es behutsam übt. Als ausgesprochener Familienhund leidet er aber, wenn er regelmässig den ganzen Tag allein ist.
Ja, sofern er ausreichend Auslauf und Beschäftigung erhält. Wichtiger als die Grösse der Wohnung ist die Zeit, die man ihm widmet.
An Gesundheitsnachweisen beider Elterntiere, an Welpen, die in der Familie aufwachsen, und an einer Zucht nach den Richtlinien eines anerkannten Rasseklubs – in der Schweiz etwa des Retriever Club Schweiz unter der SKG.